Gewerbereport 2022: wichtige Daten und Fakten

Gemeinsam mit Finanzchef24 hat andsafe im neuesten Teil des Gewerbereports Themen wie den Ausblick in die Zukunft, Digitalisierung und Ängste und Sorgen von kleinen und mittelständischen Unternehmen unter die Lupe genommen. In diesem Magazinbeitrag stellen wir die wichtigsten Daten und Fakten aus dem Report zusammen.

Geschäftsentwicklung: Themen und Aussichten

Im Bereich der Geschäftsentwicklung geht es um Themen, die Unternehmer:innen in Zukunft beschäftigen werden. Mehr als 64 % der Befragten gehen davon aus, dass Corona in den nächsten 12 Monaten weiter der bestimmende Faktor sein wird. Mit großem Abstand folgen weitere Themen wie Inflation (29 %), Fachkräftemangel (27 %), Konjunkturerholung (27 %) und der Klimawandel (26 %).

Risiken durch Naturkatastrophen und den Klimawandel sehen Unternehmer:innen als immer realistischer an. Diese Sorge ist in der Versicherungsbranche deutlich spürbar: Die Nachfrage nach Elementarversicherungen steigt – bei andsafe hat im zweiten Halbjahr des Jahres 2021 jede:r zweite eine Inhaltsversicherung inklusive Elementargefahren abgeschlossen.
Ein potenzieller Einflussfaktor für die Zahlen in der zweiten Jahreshälfte lässt sich zeichnen durch das Unwetter Bernd, welches im Juli 2021 Teile Westdeutschlands komplett verwüstete.

Doch auch der Fachkräftemangel belastet das Geschäft. Es fehlt an vielerlei Stellen an Auszubildenden und das mit verheerenden Folgen: Beispielsweise sank in den vergangenen Jahren die Anzahl von Metzgereien um mehr als die Hälfte von 27.000 auf 10.000. Auch andere Handwerksberufe wie Installateur:innen, Klempner:innen oder Techniker:innen sind vom Fachkräftemangel betroffen.

Dabei sind nicht nur bestehende Geschäfte gefährdet, auch die Quote der Neugründungen stand unter dem Einfluss von u. a. Corona und fehlenden Fachkräften. Laut dem Gründungsmonitor 2021 der KfW ist die Gründungstätigkeit in Deutschland während der Corona-Pandemie um ca. 11 % gesunken.

Wettbewerbsfähigkeit: wie Unternehmen punkten wollen

In Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit gaben viele Unternehmer:innen an, dass ihnen bewusst ist, dass sie Effizienz, Gewinnmaximierung und Außenkommunikation verbessern müssen. Ähnlich wichtig betrachten sie Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Geschwindigkeit und Social Media. In den genannten Bereichen sind die verschiedenen Branchen unterschiedlich fortschrittlich aufgestellt. Nachhaltigkeit etwa beschäftigt die Beautybranche schon seit mehreren Jahren, für die Baubranche handelt es sich im Gegensatz dazu um ein Thema, das in Zukunft verstärkt angegangen werden soll.

Auch in der Versicherungsbranche ist Nachhaltigkeit kein Fremdwort – etwa durch das Pflanzen von Bäumen, CO2-Ausgleich im Brandfall oder das Anbieten von „grünen Produkten“ (es wird bspw. mehr an die Versicherungsnehmer:innen gezahlt, wenn sie nachhaltige Firmen beauftragen).
Dabei beginnt Nachhaltigkeit bereits in der Digitalisierung von Geschäftsprozessen: Wir bei andsafe setzen auf ressourcenschonende Abläufe, auf den Postversand von Versicherungsdokumenten wird im Zuge dessen komplett verzichtet.

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, wollen gut 30 % verstärkt in Außenwerbung investieren, 20 % verstärkt in Social Media. Obwohl manche Branchen wie der Beautybereich Social Media bereits für sich nutzen, soll die Arbeit hier noch weiter verstärkt werden. Ähnlich sieht es im Handel aus.

Digitalisierung

Mit Blick auf die Digitalisierung allgemein sehen sich Berater:innen und Händler:innen digitaler als Gastronomen. Insgesamt gab fast jede:r zweite Befragte an, im Bereich Marketing verstärkt auf Digitalisierungsprozesse zu setzen. 48 % gaben an, die Buchhaltung digitalisieren zu wollen. Auf Platz 3 landet der Bereich CRM / Kundenmanagement mit 34 %. Weiter hinten stehen Prozesse in der Materialwirtschaft oder im Personalwesen.

Ein digitaleres Marketing steht für 60 % der Handwerker:innen an erster Stelle, aber nur für 33 % der Gastronom:innen. Dahinter folgen die Branchen Handel mit 54 %, Beauty / Lifestyle mit 53 % und Beratung mit 44 %.

Mit der verstärkten Nutzung von Onlinemedien steigt allerdings auch zeitgleich die Gefahr durch Cyberattacken. Hier sollten sich Unternehmer:innen entsprechend absichern, um im Ernstfall Unterstützung zu erhalten. andsafe bietet hier beispielsweise die Vermögensschadenhaftpflicht an.

Wie wichtig die Absicherung gegen Cyberrisiken ist, zeigt sich auch hier: Selbst ein Secondhandladen, der einen Onlineshop betreibt, ist einem Risiko von Datenverlust ausgesetzt und sollte sich entsprechend versichern.

Gerade im Bereich Cyberversicherung und Naturkatastrophen besteht noch Potenzial: Hier fühlen sich nur 13 % bzw. 15 % gut abgesichert.

Ängste und Sorgen

Auf die Frage nach den Ängsten und Sorgen antworteten jedoch nur 13 % der Unternehmer:innen mit Datenlecks (Platz 3). Viel mehr Sorge haben Unternehmer:innen vor einem gesundheitsbedingten, längeren Ausfall (33 %).

Auf dem zweiten Platz mit großem Abstand zu Platz 1 liegt die Sorge vor finanziellen Schäden durch unberechtigte Schadensersatzforderungen von Kund:innen und Lieferant:innen (16 %). 38 % gaben an, Schadenfälle durch Kundenforderungen absichern zu wollen.

Es zeigt sich, dass die Ängste der Unternehmen stark von der Branche abhängen. In der Gastronomie haben nur 10 % Sorge vor einem gesundheitlich bedingten Ausfall – viel größer ist in diesem Bereich die Angst vor Naturkatastrophen (26 %). Unter Berater:innen und Händler:innen gibt es hingegen erwartungsgemäß größere Angst vor Cyberschäden.

Absicherung

Was man jedoch über alle Branchen hinweg sieht, ist, dass der größere Anteil der Unternehmer:innen (45 %) die persönliche Altersvorsorge absichern möchte. Gar 50 % gaben an, gesundheitliche Risiken versichern zu wollen.

Die Geschlechterauswertung zeigt, dass Frauen Gesundheits- und Vorsorgethemen bei der Absicherung wichtiger sind als Männern. Männer hingegen möchten gerne Forderungen Dritter absichern.

Der Report macht deutlich, dass Ängste um Elementarschäden, IT-Schäden oder gesundheitliche Probleme selten adäquat versichert scheinen. Die Mehrheit will dennoch die Versicherungsausgaben unverändert lassen.

Ausgezeichnetes Engagement

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